1. Oktober 2026

Ausschussausflug mit Besichtigung des Arlberg-Straßentunnels  

20260921_192040

Im Rahmen einer Besichtigung der ASFINAG hatten 9 Mitglieder des Ausschusses die die Möglichkeit, den Arlberg-Straßentunnel auf der S 16 Arlberg Schnellstraße näher kennenzulernen. Dabei erhielten wir interessante Einblicke in den Betrieb, die Wartung und vor allem in die umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen eines der bedeutendsten Straßentunnel Österreichs. 

Der Arlbergtunnel verbindet Tirol und Vorarlberg und ist mit einer Länge von rund 14 Kilometern der längste Straßentunnel Österreichs. Täglich fahren durchschnittlich rund 8.000 Fahrzeuge durch den Tunnel.  

Besichtigung und Führung 

Zu Beginn der Besichtigung wurden uns die wichtigsten Daten und die Geschichte des Arlbergtunnels erklärt. Besonders interessant war, wie viele technische Anlagen notwendig sind, damit ein so langer Tunnel sicher betrieben werden kann. 

Während der Führung konnten wir verschiedene Bereiche der Tunnelanlage kennenlernen. Dabei wurde deutlich, dass der Betrieb eines Tunnels wesentlich mehr umfasst als nur die Überwachung des Verkehrs. Zahlreiche technische Systeme müssen ständig kontrolliert, gewartet und im Notfall sofort eingesetzt werden können. 

Ein wichtiger Bestandteil der Besichtigung war daher die Tunnelsicherheit. Die ASFINAG setzt unter anderem auf Videoüberwachung, Brandmeldesysteme, Thermoscanner und akustisches Tunnelmonitoring. Dadurch können Ereignisse möglichst schnell erkannt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden. 

Sicherheits- und Rettungseinrichtungen 

Besonders beeindruckend waren die Einrichtungen für den Ernstfall. Dazu gehören Flucht- und Rettungswege, Notrufeinrichtungen, Pannenbuchten und Feuerlöscheinrichtungen. 

Der Arlbergtunnel wurde in mehreren Etappen umfassend sicherheitstechnisch verbessert. Zwischen 2004 und 2007 wurden unter anderem acht Flucht- und Rettungswege geschaffen, die eine Verbindung zum parallel verlaufenden Bahntunnel herstellen. Bei der späteren Generalsanierung kamen weitere Fluchtwege und Pannenbuchten sowie moderne Sicherheitstechnik hinzu.  

Auch die Lüftungsanlage spielt eine wichtige Rolle. Im normalen Betrieb trägt sie dazu bei, die Luftqualität im Tunnel zu gewährleisten. Im Brandfall kann die Lüftung eingesetzt werden, um gefährliche Rauchgase möglichst rasch abzuführen beziehungsweise zu kontrollieren. 

Sanierungsarbeiten 

Ein weiterer Schwerpunkt war die laufende Instandhaltung des Tunnels. Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens müssen Fahrbahn, technische Anlagen und Sicherheitseinrichtungen regelmäßig kontrolliert und erneuert werden. 

In den vergangenen Jahren wurde beispielsweise die Fahrbahn des Arlbergtunnels umfassend erneuert. Die ASFINAG investierte dafür rund 75 Millionen Euro. Ziel der Arbeiten war unter anderem, die Verkehrssicherheit durch eine neue Fahrbahn, eine neue Beschichtung und eine verbesserte Entwässerung zu erhöhen. 

Dabei wurde uns bewusst, welch großer organisatorischer Aufwand hinter den Sanierungsarbeiten steckt. Selbst während Bau- und Wartungsarbeiten muss die Sicherheit der Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer gewährleistet bleiben. 

Persönliche Eindrücke 

Die Besichtigung war für uns sehr interessant, weil man normalerweise nur durch einen Tunnel fährt und dabei kaum darüber nachdenkt, welche technischen Anlagen sich dahinter befinden. Besonders beeindruckend war die Größe des Arlbergtunnels und die Vielzahl an Einrichtungen, die für einen sicheren Betrieb notwendig sind. 

Wir konnten außerdem erkennen, wie wichtig die Arbeit der ASFINAG für die Verkehrssicherheit und die Aufrechterhaltung des Verkehrs ist. Besonders interessant fanden wir die verschiedenen Überwachungs- und Sicherheitssysteme sowie die umfangreichen Vorkehrungen für einen möglichen Brand oder Unfall. 

Fazit 

Zusammenfassend war die Besichtigung des Arlberg-Straßentunnels eine lehrreiche und interessante Erfahrung. Wir erhielten einen guten Einblick in die Aufgaben der ASFINAG und konnten sehen, wie aufwendig der Betrieb und die Wartung eines so großen Tunnelbauwerks sind. 

Besonders deutlich wurde, dass die Sicherheit im Tunnel nicht nur von der Technik, sondern auch von regelmäßigen Kontrollen, Wartungsarbeiten, Übungen und der guten Zusammenarbeit mit den Einsatzorganisationen abhängt. Die Besichtigung hat uns gezeigt, wie viel Arbeit notwendig ist, damit täglich tausende Menschen sicher durch den Arlbergtunnel fahren können. 

Die Freiwillige Feuerwehr Rum bedankt sich herzlich bei DI (FH) Bruno Klimmer für die interessante und abwechslungsreiche Führung sowie die freundliche Aufnahme und die gewährten Einblicke. 


Bericht: FF Rum
Bilder: FF Rum