15. September 2026

Dachstuhlbrand auf der Haller Straße am 12.09.2026

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Am Samstag, den 12. September 2026, wurde die Freiwillige Feuerwehr Rum um 18:58 Uhr zu einem gemeldeten Dachstuhlbrand in einem Mehrfamilienhaus auf der Haller Straße alarmiert.
Bereits aufgrund der eingehenden Notrufe war von einem Brand im Bereich des Daches auszugehen. Das erste Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Rum traf bereits sechs Minuten nach der Alarmierung an der Einsatzstelle ein. Schon während der Anfahrt war eine starke Rauchentwicklung weithin sichtbar. Die deutlich erkennbare Rauchsäule ließ bereits auf ein größeres Brandereignis schließen.

Beim Eintreffen der ersten Kräfte zeigte sich ein wesentlich umfangreicheres Schadensbild als ursprünglich angenommen. Auf der Nordseite des Gebäudes stand das Dachgeschoss bereits in Vollbrand. Durch die enorme Hitzeeinwirkung waren die Fenster des Dachgeschosses bereits geborsten, wodurch die Flammen ungehindert aus den Fensteröffnungen schlugen. Das Feuer hatte bereits auf Teile des Dachstuhls übergegriffen und drohte sich über die gesamte Dachkonstruktion weiter auszubreiten.

Der Einsatzleiter veranlasste aufgrund der vorgefundenen Lage umgehend die Nachalarmierung der Freiwilligen Feuerwehr Thaur, um zusätzliche Mannschaften und Ressourcen zur Einsatzstelle zu bringen.
Die Hauptaufgabe der Feuerwehr Rum bestand in der Brandbekämpfung im Dachbereich sowie dem Schutz der angrenzenden Gebäudeteile. Mehrere Atemschutztrupps wurden eingesetzt, um den Brand sowohl von außen als auch im Innenangriff zu bekämpfen und eine weitere Brandausbreitung zu verhindern.

Die nachalarmierten Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Thaur übernahmen dabei wesentliche unterstützende Aufgaben. Sie stellten die Wasserversorgung für die Drehleiter (DLK) sicher und errichteten zusätzlich die Wasserversorgung für das auf der Ostseite des Gebäudes eingesetzte zweite Tanklöschfahrzeug. Darüber hinaus unterstützten die Kameradinnen und Kameraden aus Thaur die eingesetzten Kräfte bei den umfangreichen Lösch- und Sicherungsmaßnahmen.

Durch die massive Rauchentwicklung wurde zudem die automatische Brandmeldeanlage eines angrenzenden Industriebetriebes ausgelöst. Gemäß Alarmplan wurden daraufhin die Berufsfeuerwehr Innsbruck sowie die Freiwillige Feuerwehr Neu-Arzl zu diesem Objekt alarmiert. Nach einer umfassenden Erkundung und Kontrolle des Betriebes konnte rasch Entwarnung gegeben werden. Die Auslösung der Brandmeldeanlage war auf die starke Rauchentwicklung des Dachgeschossbrandes zurückzuführen. Ein Brandereignis innerhalb des Industriebetriebes lag nicht vor.
Um die Sicherheit der Einsatzkräfte zu gewährleisten und ausreichend Platz für die Einsatzfahrzeuge sowie die umfangreiche Löschwasserversorgung zu schaffen, musste die Bundesstraße während der Dauer des Einsatzes vollständig gesperrt werden. Der Verkehr wurde großräumig umgeleitet.

Durch das rasche und koordinierte Eingreifen aller eingesetzten Kräfte gelang es, den Brand auf den betroffenen Bereich zu begrenzen und eine weitere Ausbreitung auf das restliche Gebäude sowie benachbarte Objekte zu verhindern. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Löscharbeiten wurden umfangreiche Nachkontrollen mittels Wärmebildkamera durchgeführt, um verbliebene Glutnester auszuschließen.

Um eine mögliche Wiederentzündung auszuschließen, wurde am 13.09.2026 um 01:00 Uhr eine weitere Nachkontrolle des betroffenen Dachbereiches durch die Freiwillige Feuerwehr Rum durchgeführt. Dabei wurden der Dachstuhl sowie sämtliche vom Brand betroffenen Bereiche erneut mittels Wärmebildkamera überprüft. Im Zuge dieser Kontrolle konnten keine weiteren Glutnester oder versteckten Brandstellen festgestellt werden, sodass keine weiteren Maßnahmen erforderlich waren.

Insgesamt standen die Freiwillige Feuerwehr Rum und die Freiwillige Feuerwehr Thaur mit 9 Einsatzfahrzeugen und 55 Feuerwehrmitgliedern im Einsatz.

Nach Abschluss aller Lösch-, Kontroll- und Sicherungsmaßnahmen konnten die eingesetzten Kräfte wieder in ihre Gerätehäuser einrücken.

Bericht: FF Rum
Bilder: FF Rum