8. Gesamtübung am 30. Juli 2026
Am Freitag, den 31. Juli 2026, fand eine Gesamtübung der Freiwilligen Feuerwehr Rum statt. Insgesamt nahmen 27 Kameradinnen und Kameraden an der Ausbildung teil. Um ein möglichst praxisnahes Training zu ermöglichen, wurde die Mannschaft in drei Gruppen aufgeteilt, welche im Rotationsprinzip drei unterschiedliche Stationen absolvierten.
Den Auftakt bildete eine Station zur Sofortrettung aus einer Grube. Angenommen wurde ein Einsatz, bei dem eine Person aufgrund akuter Erstickungsgefahr schnellstmöglich aus einer Grube gerettet werden musste. Nach der Lageerkundung wurden die notwendigen Maßnahmen eingeleitet. Im Mittelpunkt stand dabei eine eher selten angewandte, jedoch im Ernstfall sehr wirkungsvolle Rettungstechnik: Die verunfallte Person wurde mithilfe eines Feuerwehrschlauches aus der Grube gezogen. Diese Methode kann unter bestimmten Voraussetzungen eine rasche Menschenrettung ermöglichen, wenn andere Rettungsmittel aufgrund des Zeitfaktors nicht mehr eingesetzt werden können. Im Anschluss wurden die Vor- und Nachteile dieser Vorgehensweise sowie mögliche Einsatzszenarien gemeinsam besprochen.
An der zweiten Station stand die Atemschutzschulung und Gerätekunde im Fokus. Dabei wurden das richtige Schlauchmanagement im Atemschutzeinsatz, die Atemschutz-Checkliste zur Einsatzvorbereitung sowie die Handhabung und der taktische Einsatz der Wärmebildkamera wiederholt und vertieft. Ziel war es, das Wissen der Atemschutzgeräteträger aufzufrischen und den sicheren Umgang mit den vorhandenen Einsatzmitteln zu festigen.
Die dritte Station führte die Teilnehmer auf die Atemschutz-Übungsstrecke. Als Szenario wurde ein Brand eines Kompressors in einem schwer zugänglichen Gebäudeteil angenommen. Nach dem gewaltsamen Öffnen einer versperrten Tür mussten die Atemschutztrupps einen durch Hindernisse erschwerten Gang passieren, um zur Brandstelle vorzudringen. Unter simulierten Rauchbedingungen wurde das strukturierte Vorgehen im Innenangriff sowie die Orientierung in verrauchten Bereichen trainiert.
Durch die abwechslungsreichen Übungsszenarien konnten die Kenntnisse in den Bereichen Menschenrettung, Atemschutz und taktisches Vorgehen bei Brandeinsätzen unter erschwerten Bedingungen erfolgreich gefestigt werden. Besonders die Zusammenarbeit innerhalb der Trupps sowie der sichere Umgang mit den eingesetzten Geräten standen dabei im Mittelpunkt.
Nach Abschluss der Gesamtübung wurden die Geräte gereinigt, versorgt und die Einsatzbereitschaft wiederhergestellt. Anschließend ließ die Mannschaft den gelungenen Übungsabend bei einem gemeinsamen Essen mit Grillgut, Currywurst und Pommes in kameradschaftlicher Atmosphäre ausklingen.






Bericht: FF Rum
Bilder: FF Rum
